Oberschlesien und sein kulturelles Erbe -
- Erinnerungspolitische Befunde, bildungspolitische
Impulse und didaktische Innovationen

Oberschlesier gelten als religiös. Entgegen manchen Befürchtungen hatte die Grenzziehung von 1922 den Pilgerverkehr nicht negativ beeinflusst, sie hatte ihn lediglich anders ausgerichtet. Katholiken aus Polnisch-Oberschlesien pilgerten nun häufiger nach Piekar, die aus dem deutschen Teil der Region dagegen nach St. Annaberg. Nach der Grenzziehung führte der kürzeste Weg aus den polnisch gewordenen Orten Ruda, Schwientochlowitz und Königshütte nach dem seit 1922 polnischen Piekar über das deutsch gebliebene Beuthen. So waren im Beuthen der 20er und 30er Jahre nicht nur die polnische Transit-Straßenbahn, sondern auch freudig singende Pilgergruppen aus Polnisch-Oberschlesien ein häufig gesehenes Bild. 

 

JSN Nuru template designed by JoomlaShine.com