Oberschlesien und sein kulturelles Erbe -
- Erinnerungspolitische Befunde, bildungspolitische
Impulse und didaktische Innovationen

Wenn es in den 1930er Jahren Navigationsgeräte gegeben hätte und man damals die Strecke Kattowitz – Rosenberg eingeführt hätte, hätte man während der 80 km langen Reise fünf Mal die Ansage „Achtung. Sie nähern sich einem Grenzübergang“ gehört.

 

Die gesamte Größe der Karte (~ 2,50 MB)

Zum ersten Mal hätte man die Grenze zehn Kilometer hinter dem polnischen Kattowitz, zwischen den Städten Königshütte und Beuthen passiert. Nach weiteren zehn Kilometern hätte man in Radzionkau wieder das polnische Staatsgebiet erreicht. 17 Kilometer weiter, also ungefähr nach 20 Minuten, hätte man nach der Fahrt durch das polnische Tarnowitz vor der deutschen Ortschaft Hanussek wieder vor einem Schlagbaum halten müssen. Zum vierten Mal hätte das Navigationsgerät einen Grenzübergang elf Kilometer weiter, in der Ortschaft Wüstenhammer angezeigt. Zum letzten Mal hätte man seinen Reisepass bzw. seine Verkehrskarte hinter dem polnischen Lublinitz, an der Grenzübergangsstelle Glinitz – Cziasnau, 17 km von Wüstenhammer entfernt, vorzeigen müssen.  

 

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