Oberschlesien und sein kulturelles Erbe -
- Erinnerungspolitische Befunde, bildungspolitische
Impulse und didaktische Innovationen

Die Grenze wird Vergangenheit

 

Am 1. September 1939 begann Hitlers „Drittes Reich“ seinen Angriff auf Polen und entfesselte damit den Zweiten Weltkrieg.

Während der Kampfhandlungen wurden die meisten der Befesti­gungen, die in den letzten Vorkriegsjahren in oberschlesischen Grenzorten errichtet worden waren, nicht eingesetzt. Die von der Einkesselung bedrohten polnischen Verbände zogen sich bereits in den ersten Kriegstagen zurück, so dass sich bis zum 4. September alle Kreise Polnisch-Oberschlesiens in deutscher Hand befanden.

Damit hörte die deutsch-polnische Grenze in Oberschlesien auf zu existieren; die gesamte Region befand sich nun wieder innerhalb deutscher Grenzen. Nachdem Polen im September 1939 unter dem doppelten Ansturm des Deutschen Reiches und der Sowjetunion Stalins zusammengebrochen war, war anzunehmen, dass das polnische Kapitel in der Ge­schichte Oberschlesiens nun für lange Zeit beendet sein würde.

Sechs Jahre später jedoch kam nach der bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches nicht nur Oberschlesien, sondern auch Niederschlesien bis zur Lausitzer Neiße unter polnische Verwaltung. Damit war die Grenze, die Oberschlesien 17 Jahre lang geteilt hatte, endgültig Geschichte.

 

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